Einen Online-Kurs zu erstellen bedeutet: du packst dein Wissen in ein strukturiertes digitales Produkt, das du einmal baust und danach immer wieder verkaufst. Der folgende Guide führt dich in fünf Phasen vom ersten Themengedanken bis zur ersten Zahlung, komplett aus Schweizer Perspektive.
Was dich in diesem Guide erwartet:
- Wie du prüfst, ob deine Idee kaufbar ist, bevor du eine Stunde Content produzierst
- Wie ein lernwirksames Curriculum in Modulen und Lektionen aufgebaut wird
- Was an Equipment du tatsächlich brauchst (und was du ignorieren kannst)
- Warum CHF 0 Grundgebühr für den Start in der Schweiz entscheidend ist
- Wie du ohne Marketing-Budget die ersten Teilnehmer gewinnst
Phasenüberblick
| Phase | Aufwand | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1. Validierung | 1-2 Wochen | Bestätigung: Idee ist kaufbar |
| 2. Curriculum | 1-2 Wochen | Fertige Kursstruktur |
| 3. Produktion | 3-8 Wochen | Alle Inhalte aufgezeichnet/geschrieben |
| 4. Plattform & Preis | 1 Woche | Kurs ist online und verkaufbar |
| 5. Launch & Vertrieb | Laufend | Erste zahlende Teilnehmer |
Phase 1: Welche Idee verkauft sich tatsächlich?
Deine Kursidee verkauft sich, wenn Menschen ein spezifisches Problem haben, das sie aktiv lösen wollen, und bereit sind, dafür Geld auszugeben. Das klingt selbstverständlich, scheitert aber in der Praxis an einem Denkfehler: Die meisten ersten Kurse entstehen aus dem, was der Ersteller interessant findet, nicht aus dem, was Kunden kaufen wollen.
Laut einer Analyse von Thinkific ist mangelnde Nachfrage der häufigste Grund, warum erste Kurse flop. Du vermeidest das mit einem einfachen Vorab-Prozess.
Wie erkennst du, ob Menschen für dein Thema zahlen?
Beginne mit 20 Gesprächen. Nicht mit Umfragen, nicht mit Abstimmungen in Social Media, sondern echten Telefonaten oder Videocalls mit Personen, die du als potenzielle Teilnehmer siehst. Stelle drei Fragen:
- Welches grösste Problem hast du gerade in Bezug auf [dein Thema]?
- Was hast du bisher versucht, um es zu lösen?
- Was wäre dir eine Lösung wert?
Wer keine konkreten Schritte nennt, die er bereits ausprobiert hat, hat kein dringendes Problem. Wer keine CHF-Zahl nennt, kauft wahrscheinlich auch deinen Kurs nicht.
Wann solltest du den Kurs vor dem Aufbau vorab verkaufen?
Vorabverkauf, im Englischen Pre-Sale, bedeutet: du nimmst Zahlungen entgegen, bevor der Kurs fertig ist. Das ist der einzige verlässliche Test, ob die Idee trägt. Alles andere ist Meinung.
Ein Pre-Sale funktioniert so:
- Beschreibe das Kursziel in zwei Sätzen: "Am Ende weisst du, wie du [konkretes Ergebnis]. In [Zeitraum] mit [Methode]."
- Sende diese Beschreibung an 10-15 Personen, die du kennst und die zum Zielpublikum passen.
- Biete einen Vorab-Preis an (15-30 % unter dem geplanten Vollpreis).
- Setze ein Mindestziel: zum Beispiel 5 bezahlte Anmeldungen in 14 Tagen.
Erreichst du das Ziel, baust du den Kurs. Erreichst du es nicht, hast du nichts verloren, ausser zwei Wochen Zeit für die Validierung. Baust du ohne Validierung, riskierst du drei bis vier Monate Produktion ohne Markt.
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Wie findest du das richtige Niveau für deinen Kurs?
Kurs-Niveau bedeutet nicht Schwierigkeitsgrad, sondern Einstiegspunkt der Zielgruppe. Zwei häufige Fehler:
- Zu weit hinten: Du setzt Grundkenntnisse voraus, die dein Zielpublikum nicht hat. Ergebnis: frustrierte Abbrecherquote.
- Zu weit vorne: Du erklärst Dinge, die dein Zielpublikum schon weiss. Ergebnis: "Das wusste ich alles schon."
Die Lösung ist ein klar formulierter Einstiegspunkt in der Kursbeschreibung: "Du brauchst keine Vorkenntnisse, aber du solltest bereits [eine Sache] gemacht haben."
Phase 2: Wie strukturierst du den Kurs?
Ein gut strukturierter Kurs folgt einem einzigen Lernpfad: Jede Lektion baut auf der vorherigen auf, jedes Modul schliesst mit einer abgeschlossenen Fähigkeit. Dein Ziel ist nicht ein möglichst umfangreicher Kurs, sondern ein Kurs, den Teilnehmer abschliessen.
Laut einer Studie des Lernplattform-Anbieters Braincert brechen Teilnehmer überkomplexe Kurse signifikant häufiger ab. Kürzere, fokussierte Kurse erzielen höhere Abschlussquoten und bessere Bewertungen.
Wie viele Module und Lektionen braucht ein erster Kurs?
Als Faustformel gilt:
- Minimal-Kurs: 3-5 Module mit je 3-5 Lektionen, Gesamtdauer 3-6 Stunden Lernzeit
- Vollständiger Kurs: 5-8 Module mit je 4-6 Lektionen, Gesamtdauer 6-12 Stunden
Starte mit dem Minimal-Kurs. Du kannst jederzeit Module ergänzen, aber du kannst einen überlangen Kurs nicht wieder schlanker machen, ohne Teilnehmer zu verwirren.
Ein Modul entspricht einer abgeschlossenen Kompetenz: "Du kannst jetzt [X]." Eine Lektion entspricht einem Schritt auf dem Weg dahin.
Welche Inhaltstypen solltest du verwenden?
Verschiedene Inhaltstypen sprechen verschiedene Lernstile an und halten die Aufmerksamkeit hoch. Der Programme-Editor von bondigoo unterstützt sechs Typen:
- Video: Der stärkste Typ für Erklärungen, Demonstrationen und persönliche Verbindung
- Text: Kompakte Zusammenfassungen, Definitionen, Referenzmaterial
- Dokument: PDFs, Checklisten, Templates zum Herunterladen
- Präsentation: Folien mit optionaler Audio-Kommentierung je Folie, ideal für strukturierte Inhalte
- Aufgabe: Anwendungsaufgaben, die Teilnehmer aktiv einbinden
- Quiz: Wissensabfragen zur Lernkontrolle
Eine pragmatische Mischung für eine typische Lektion: ein Video von 5-15 Minuten, dazu eine Textlektion oder ein Dokument zum Herunterladen. Aufgaben setzt du am Modulabschluss ein.
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Wie erstellst du ein Skript, das sich nicht angelernt anhört?
Die grösste Angst vor Videoaufnahmen ist das Skript: zu auswendig gelernt klingt's steif, zu spontan klingt's unstrukturiert. Die Lösung ist das Stichwort-Skript.
Schreibe für jede Lektion:
- Einstiegssatz (wörtlich), der die Lernfrage der Lektion nennt
- 3-5 Stichpunkte als Gerüst
- Ein Beispiel pro Stichpunkt (kurz, konkret, aus deiner Praxis)
- Schlusssatz (wörtlich), der das Gelernte zusammenfasst
Sprich dann frei von den Stichpunkten. Die wortwortlichen Sätze am Anfang und Ende geben dir Sicherheit, der Rest klingt natürlich.
Phase 3: Wie produzierst du Inhalte ohne Profi-Equipment?
Professionelle Video-Produktion ist nicht das, was einen Kurs erfolgreich macht. Inhalt und Klarheit sind es. Die technische Mindestanforderung für einen verkaufbaren Kurs ist tiefer, als die meisten annehmen.
Welches Equipment brauchst du wirklich?
Minimum für den Start:
| Equipment | Option | Kosten |
|---|---|---|
| Kamera | Smartphone (iPhone ab 12 oder gleichwertig Android) | CHF 0 |
| Mikrofon | USB-Kondensatormikrofon (z.B. Rode NT-USB Mini) | CHF 100-150 |
| Licht | Tageslicht seitlich aus dem Fenster | CHF 0 |
| Hintergrund | Neutrale Wand, aufgeräumter Schreibtisch | CHF 0 |
| Aufnahme-Software | OBS Studio (Open Source) | CHF 0 |
Das Mikrofon ist die einzige relevante Investition. Schlechter Ton zerstört die Lernbereitschaft, schlechtes Bild stört kaum. Ein 720p-Video mit sauberem Ton schlägt ein 4K-Video mit Windgerauschen jedes Mal.
Upgrade nach dem ersten Kurs:
- Ringlight oder Softbox: CHF 50-150
- Webcam 1080p: CHF 80-150
- Schreibtisch-Mikrofon-Arm: CHF 30-60
Wie lange dauert die Produktion eines Kurses?
Industrie-Richtwert ist 10-20 Arbeitsstunden je Stunde Endinhalt. Für einen Minimal-Kurs von 4 Stunden Lernzeit rechne mit 40-80 Produktionsstunden, verteilt auf 3-6 Wochen bei Nebenberuflichkeit.
Produktion bedeutet: Skripterstellung, Aufnahme, Schnitt, Thumbnail-Erstellung, Upload, Kursbeschreibung schreiben. Der Schnitt frisst erfahrungsgemäss am meisten Zeit beim ersten Kurs.
Für den Schnitt reicht DaVinci Resolve (ohne Kosten, professionell) oder Camtasia (USD 169/Jahr, einfacher). Apple-Nutzer können mit iMovie starten.
Wie gehst du mit Aufnahme-Angst um?
Aufnahme-Angst ist normal und hat einen einzigen wirksamen Gegner: Wiederholung. Starte mit einer internen Test-Lektion, die du niemanden zeigst. Nimm sie dreimal auf. Beim dritten Mal wirst du merklich entspannter sein.
Hilfreiche Techniken:
- Kamera auf Augenhöhe stellen (Vogelperspektive signalisiert Unsicherheit)
- Direkt in die Kameralinse schauen, nicht auf den Bildschirm
- Fehler neu aufnehmen, statt Ähs herauszuschneiden (einfacher beim Schnitt)
- Lieber kürzer und klar als lang und vollständig
Phase 4: Welche Plattform und welchen Preis wähle ich?
Die Wahl der Plattform entscheidet, wie viel von jedem Verkauf bei dir bleibt. In der Schweiz kommen drei Kostenarten zusammen: Plattformgebühr, Transaktionsgebühr und Zahlungsabwicklungsgebühr. Du musst alle drei verstehen, bevor du einen Preis setzt.
Was kostet eine Kursplattform in der Schweiz wirklich?
| Plattform | Grundgebühr/Monat | Transaktionsgebühr | Erste 12 Monate bei CHF 500 Umsatz/Monat |
|---|---|---|---|
| Kajabi | USD 89-499 (~CHF 80-450) | 0% | CHF 960-5'400 nur Plattform |
| Thinkific | USD 79-399 (~CHF 72-360) | 0% | CHF 864-4'320 nur Plattform |
| Teachable | USD 39 (~CHF 36) | 5% | CHF 432 + 5% = CHF 732 |
| bondigoo | CHF 0 | nur Zahlungsabwicklungsgebühr | CHF 0 Plattformkosten |
Bei einem ersten Kurs mit unsicherem Umsatz sind fixe Monatskosten eine direkte Belastung. Auf Kajabi verlierst du im ersten Monat CHF 89, unabhängig davon, ob du einen Kurs verkaufst oder nicht. Auf bondigoo entstehen Kosten erst beim ersten Verkauf.
Die Zahlungsabwicklungsgebühr (ca. 1.5-2.9 % + CHF 0.30 je Transaktion, abhängig von Karte und Land) fällt auf jeder Plattform an, weil ein Zahlungsanbieter der Zahlungsstandard für Kursplattformen ist. bondigoo nutzt eine integrierte Zahlungsabwicklung mit automatischer MwSt-Berechnung.
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Wie funktioniert die MwSt-Pflicht für Online-Kurse in der Schweiz?
Wichtig: Dieser Abschnitt ist eine allgemeine Information. Konsultiere für deine persönliche Situation eine Treuhänderin oder einen Steuerberater.
In der Schweiz gilt eine MwSt-Pflicht ab einem weltweiten Umsatz von CHF 100'000 pro Jahr (Art. 10 MWSTG). Unterhalb dieser Schwelle bist du von der Schweizer MwSt befreit, musst aber trotzdem prüfen:
- Verkaufst du digitale Produkte in die EU? Ab dem ersten Euro gilt die EU-MwSt-Pflicht (OSS-Verfahren).
- Verkaufst du in Länder mit eigenen Digitalssteuer-Schwellen?
bondigoo arbeitet mit einer automatischen Steuerberechnung zusammen, die MwSt-Sätze automatisch berechnet und auf Rechnungen ausweist. Für Kurse in der Schweiz und ins EU-Ausland ist das eine erhebliche administrative Erleichterung.
Wie berechnest du deinen Kurs-Preis?
Der häufigste Fehler ist Unterpreis. Laut LMS Portals signalisiert ein zu tiefer Preis geringen Wert und führt paradoxerweise zu weniger Verkaufen.
Kalkuliere von oben nach unten:
- Wert des Ergebnisses: Was ist das Resultat des Kurses für den Teilnehmer wert? Ein IT-Kurs, der den Job-Einstieg ermöglicht, ist CHF 5'000 wert. Dein Kurs muss einen Bruchteil davon kosten.
- Marktvergleich: Was verlangen vergleichbare Kurse (nicht Konkurrenten deiner Plattform, sondern Inhalt-Konkurrenten)?
- Zielgruppen-Zahlungsbereitschaft: Was haben die 20 Menschen aus Phase 1 genannt?
Typische Erstpreis-Spannen in der Schweiz:
- Einstiegskurse (2-4 Stunden): CHF 49-149
- Mittlere Kurse (6-12 Stunden): CHF 149-490
- Umfangreiche Programme mit Begleitung: CHF 490-2'500
Starte nicht unter CHF 49 für einen Kurs mit echtem Lerninhalt. Darunter beginnt der Bereich, in dem Menschen die Qualität anzweifeln.
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Welche Funktionen braucht deine Plattform in Phase 1?
Für den Start reicht:
- Modulare Kursstruktur (Module und Lektionen)
- Video-Hosting (kein YouTube-Link, sondern privat gehostetes Video)
- Sicherer Zahlungseingang
- Teilnehmer-Verwaltung
- Automatische Rechnungsstellung
Das integrierte Kundenmanagement von bondigoo erleichtert auch die Nachkommunikation mit Teilnehmern. Wer später hybride Angebote möchte, also Online-Kurs plus individuelle Begleitgespräche, nutzt die Live-Sessions ohne Wartezeit auf derselben Plattform.
Die professionelle Terminplanung ist für Coaches relevant, die Kurselemente mit buchbaren Gesprächen verbinden.
Lies auch: Online-Kurs-Plattform Vergleich 2026 - Welche lohnt sich in der Schweiz?
Wie läuft der AHV-Aspekt bei Online-Kurs-Einnahmen?
Hinweis: Dieser Abschnitt ist allgemeine Information, kein Rechtsrat.
Wer Online-Kurse in der Schweiz mit Gewinnabsicht verkauft, ist selbständig erwerbend im Sinne der AHV. Die AHV-Beiträge für Selbständige betragen je nach Einkommen zwischen 5.371 % und 10 % des Nettoeinkommens (ab CHF 10'100, Stand 2026 per ahv-iv.ch).
Das bedeutet: Plane AHV-Beiträge vom ersten Verkauf an in deine Preiskalkulation ein. Viele erste Kursersteller sehen Einnahmen als Reingewinn und unterschätzen die Sozialversicherungsbelastung.
Phase 5: Wie verkaufst du ohne grosses Marketing-Budget?
Der erste Kurs-Launch ohne Budget funktioniert über ein Prinzip: du verkaufst nicht an Fremde, sondern du aktivierst Menschen, die dich bereits kennen. Das reduziert die Hürde massiv. Wenn dein Kurs als Teil eines breiteren Coaching-Angebots steht, kannst du als Coach auf bondigoo durchstarten und den Kurs direkt mit deinem Profil verbinden.
Wie baust du eine Launch-Liste auf?
Eine Launch-Liste ist eine Sammlung von E-Mail-Adressen von Menschen, die Interesse an deinem Thema bekundet haben. Du brauchst keine Tausende von Adressen. Bei einem Preis von CHF 149 und einer realistischen Kaufquote von 3-5 % brauchst du 200-300 Adressen für die ersten 6-15 Verkäufe.
Wege zur Launch-Liste ohne Budget:
- Dein Netzwerk direkt ansprechen: LinkedIn-Kontakte, ehemalige Kollegen, Kunden, die du betreut hast. Nicht mit einem Massen-Post, sondern mit personalisierten Nachrichten.
- Wertvoller Inhalt vorab teilen: Veröffentliche zwei bis drei Artikel, Videos oder Posts auf LinkedIn, die das Problem deines Kursthemas direkt ansprechen. Wer kommentiert oder teilt, ist ein Kandidat für deine Liste.
- Wartelisten-Seite: Eine einzelne Seite, die das Kurs-Ergebnis beschreibt und eine E-Mail-Eingabe hat, genügt. Du brauchst keine eigene Website.
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Wie formulierst du deine Kurs-Beschreibung für den Verkauf?
Kursverkauf funktioniert nicht mit Inhalts-Listen, sondern mit Ergebnissen. Strukturiere deine Verkaufsseite so:
- Überschrift: Das Ergebnis in einer Zeile. "In 6 Wochen weisst du, wie du [konkretes Ziel]."
- Problem: Beschreibe den aktuellen Schmerzpunkt in 3-4 Sätzen. Wer sich darin erkennt, liest weiter.
- Lösung: Was der Kurs bietet, als Aufzählung mit konkreten Ergebnissen je Modul.
- Social Proof: Zwei bis drei Aussagen von Menschen aus deinem Pre-Sale oder aus Beratungsgesprächen (mit Erlaubnis).
- Preis und Call-to-Action: Klar, ohne Umwege.
Vermeide lange Aufzählungen von Lektionen. Niemand kauft "14 Videos und 3 Dokumente". Menschen kaufen "Am Ende weiss ich, wie ich [Ergebnis erreiche]".
Wie planst du deinen Launch-Ablauf?
Ein minimaler Launch-Plan für die ersten 14 Tage:
| Tag | Aktion |
|---|---|
| -7 | "Ankündigung" an Liste: Kurs öffnet in einer Woche |
| -3 | Inhaltliche E-Mail: Ein Problem, das der Kurs löst |
| 0 | Eröffnungs-E-Mail: Kurs ist jetzt offen, direkter Kauflink |
| +3 | "Noch da?" - E-Mail an Nichtkäufer |
| +7 | Schluss-E-Mail: Kurs schliesst am [Datum] |
| +14 | Kurs wird geschlossen oder Preis erhöht |
Das Schliessen des Kurses erzeugt Dringlichkeit. Du kannst danach eine neue Runde eroffnen, aber die Erstverkäufe nutzen das Auslaufdatum.
Wie verbesserst du den Kurs nach dem ersten Durchlauf?
Lass die ersten Teilnehmer durch den Kurs, bevor du ihn grundlegend überarbeitest. Sammle Feedback strukturiert:
- Welche Lektion war am nützlichsten?
- An welchem Punkt hattest du das Gefühl, hängen zu bleiben?
- Was hast du dir gewünscht, das noch im Kurs wäre?
Die Antworten auf die zweite Frage sind Gold. Sie zeigen dir Lücken im Curriculum, die du nie von aussen sehen konntest.
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Schweizer Besonderheiten für Kursersteller
Welche rechtlichen Grundlagen gelten für Online-Kurse in der Schweiz?
Online-Kursverkauf in der Schweiz fällt unter das Obligationenrecht. Wesentliche Punkte:
- AGB: Lieferbedingungen und Rückgaberecht müssen klar definiert sein. Bei digitalen Produkten gilt in der Schweiz kein gesetzliches Widerrufsrecht (anders als in der EU).
- Datenschutz: nDSG (neue Datenschutzgesetz, seit September 2023) gilt. Teilnehmerdaten müssen DSGVO-konform behandelt werden, wenn du auch EU-Teilnehmer hast.
- Unternehmensform: Einzelfirma genügt für den Start. Ab ca. CHF 100'000 Umsatz prüfen viele die GmbH-Gründung (Kapitaleinlage CHF 20'000). Der Handelseintrag ist ab CHF 100'000 Jahresumsatz obligatorisch (Art. 931 OR).
Wie behaltst du den Überblick über Einnahmen und Rechnungen?
Automatische B2C-Rechnungsstellung ist kein Luxus, sondern eine gesetzliche Anforderung. Für jeden Kursverkauf muss eine Rechnung ausgestellt werden.
bondigoo erstellt automatisch B2C-Rechnungen über die integrierte Rechnungsstellung bei jedem Kauf. Für die eigene Buchhaltung exportierst du die Transaktionsliste aus dem Dashboard. Das integrierte Kundenmanagement zeigt dir alle Teilnehmer und ihren Kaufstatus.
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Häufig gemachte Fehler und wie du sie vermeidest
Fehler 1: Zu früh mit der Produktion beginnen Viele starten direkt mit der Videoaufnahme, ohne Validation. Das Ergebnis: ein fertig produzierter Kurs, der niemand kauft. Zwei Wochen Validierung schutzen drei Monate Produktionsarbeit.
Fehler 2: Kurs zu gross bauen Mehr Module bedeuten nicht mehr Wert. Teilnehmer, die aufgeben, bewerten schlechter als Teilnehmer, die abschliessen. Starte fokussiert.
Fehler 3: Preis zu tief setzen Ein CHF 29-Kurs sagt dem Kaufer: "Das ist nicht viel wert." Starte nicht unter CHF 49 für echten Inhalt.
Fehler 4: Falsches Zielpublikum ansprechen Wer alle ansprechen will, spricht niemanden an. Ein spezifisch formuliertes Angebot für eine enge Zielgruppe verkauft besser als ein allgemeines für alle.
Fehler 5: Keine Nachkommunkation planen Der erste Kauf ist kein Abschluss, sondern ein Anfang. Plane mindestens drei E-Mails nach dem Kauf: Willkommen, Fortschritts-Check nach einer Woche, Abschlussbestätigung.
So bringst du alles auf einer Plattform zusammen
Wenn du Schritte 1-4 abgeschlossen hast, brauchst du eine Plattform, die:
- Module und Lektionen mit verschiedenen Inhaltstypen unterstützt
- Automatische Rechnungsstellung und MwSt-Berechnung übernimmt
- Teilnehmerverwaltung integriert
- Keine Fixkosten im ersten Jahr generiert
- Hybride Angebote (Kurs plus Live-Session) auf einer Plattform erlaubt
So funktioniert bondigoo als All-in-one-Lösung für Kursersteller in der Schweiz.
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Zeitplan und Budget für realistische Erwartungen
Was ist ein realistischer Zeitrahmen?
- Minimal-Kurs, nebenberuflich: 4-6 Wochen (Validation + Curriculum + Produktion + Launch)
- Vollständiger Kurs, nebenberuflich (8 Stunden Lernzeit): 3-5 Monate
- Vollständiger Kurs, Vollzeit: 6-10 Wochen
Der grösste Zeitfresser beim ersten Kurs ist der Schnitt. Plane das Doppelte der Zeit, die du für Videoaufnahmen veranschlagst.
Was kostet ein erster Online-Kurs?
| Posten | Minimal | Typisch |
|---|---|---|
| Mikrofon | CHF 0 (Smartphone) | CHF 120 (Rode NT-USB Mini) |
| Licht | CHF 0 (Fenster) | CHF 80 (Ringlight) |
| Schnitt-Software | CHF 0 (DaVinci Resolve) | CHF 170 (Camtasia) |
| Plattformgebühr | CHF 0 (bondigoo) | CHF 0-450 (je Plattform) |
| Gesamt | CHF 0 | CHF 370-820 |
Ohne Marketing-Budget ist das eine Startinvestition, die sich schon bei wenigen Verkaufen amortisiert.
Bereit für den nächsten Schritt?
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